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Immer wieder verblüfft es mich, wie grandios schön einzelne Lyrics-Zeilen oder Sätze aus Geschichten/Romanen sind, wenn man sie isoliert. Sie schweben dann geradezu und sind wie kleine Samenkapseln, die in sich ganze Welten tragen.
Neulich erwachte ich morgens und hatte ein fertiges (Mini-)Kunstprojekt im Kopf und brauchte es quasi nur noch umsetzen.
Emily 1 Ich nahm die jeweils ersten zwei Zeilen der Lyrics von „See Emily play“ und tippte sie auf Kraftpapierumschläge. Und in jeden der drei Umschläge steckte ich einen Teil des Refrains, getippt auf handgeschöpftes Büttenpapier: Emily 2

There is no other day
Let’s try it another day
You’ll lose your mind and play
Free games for may
See Emily play

Emily 3  (Wenn man sich das Original Video ansieht, kommt man wirklich ins Grinsen. Leute, nehmt keine Drogen! Sonst macht ihr euch vielleicht vor laufender Kamera zum Narren. Aber wie sagte schon Maude (die Freundin von Harold und die war bekanntermaßen eine sehr weise Dame): Jeder Mensch hat das recht, einen Narren aus sich zu machen.)

Das gefiel mir dann so gut, daß ich noch eine andere Idee entwickelte. Dafür tippte ich die Titel des Albums „Seventeen seconds“ von The Cure auf das bewußte Büttenpapier und versah es mit einer Banderole aus Kraftpapier. Seventeen seconds outside
Auch das gefiel mir sehr. Minimalistisch. Optisch und haptisch ein Genuß. Schlicht und schön.
Seventeen seconds inside1 Als ich das Album dazu gestern Abend seit langem mal wieder hörte, es war ein eher regnerischer Tag mit eher düsterem Licht, fand ich das so derartig grandios, daß ich richtig begeistert war. Ich habe es immer gemocht, aber so detailliert genossen, nach langem mal wieder und dann die Erinnerungen (ich kenne es seit 33 Jahren), die dazu hochkommen, herrlich…. Seventeen seconds outside2

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