Sechzehnter Tag im Februar

Schlagwörter

, ,

Das Jahr des Köters startet heute, aber ich bin noch keinem Dog/God begegnet, so dachte ich, während ich die Straße hinunter lief und die Sonne genoß, seltsamerweise war es viel wärmer, als ich erwartet hatte.
Haben Ach, was ist das nur wahr! Und ich wünschte zuweilen, ich hätte weniger, ganz wenig nur. Und werde das doch nie schaffen.

Zum Beispiel freue ich mich, daß es immer noch im „Cosi“ die Polaroids für 10 Cent das Stück gibt. Ich suche mir welche raus, die mir gefallen. Das sind so die kleinen Rituale. Irgendwann schick ich sie auch mal in die Welt, aber noch sammle ich die meisten. Im Hintergrund lief im Laden eine Coverversion von „How can you mend a broken heart“. Der Witz ist, daß erst gestern eine Frage in meinem Q&A Buch lautete “Write down a cure for a broken heart”. Darauf weiß ICH doch keine Antwort, ausgerechnet ich. Mein gebrochenes Herz ist lange geheilt. Ach, vielleicht weiß ich doch eine und die baumelt um meinen Hals: „Be true to thyself“. Sie gehört zu einer wunderschönen Kette, die meine Freudin Sharon mir gefertigt hat und die ich heute das erste Mal trage. Sie paßt wie angegossen und sie fühlt sich so gut an, daß ich ganz beglückt bin. Ja, sei dir selber treu, sei gut zu dir, lerne mit dir allein zu sein, suche immer die Dinge hinter den Dingen und die Liebe in den Augen der Menschen, nicht eines Menschen, sondern in den Augen vieler Menschen…

Ich überquere die Straße und gehe in den “Freiraum” Laden, dort läuft eine Coverversion von „Every little thing she does is magic“ und zwar von genau derselben Person gesungen wie im Cosi. Haben die denselben Radiosender laufen? Aber das schien mir kein Radio zu sein, denn Radio hält es keine 10 Minuten aus, ohne einem irgendeinen Werbejingle um die Ohren zu hauen (laut und lästig) und wenn es nur der für den eigenen Sender ist („AN-TENN-e MEEEK-Len-BUUUURG-VOR-POOOOMMMMANN“). So what, dachte ich und suchte mir Kerzen aus. So eine schöne Qualität, für 60 Cent. Wo gibt es noch etwas Wunderbares für kleines Geld? Und schon wieder hat mich was. Aber nein, Kerzen sind immerhin vergänglich. Und eine Postkarte kaufe ich mir, nur weil ein weißes geflügeltes Pferd darauf ist. Dabei gefällt sie mir irgendwie doch nicht. Prompt segelt sie mir zu Boden, mit der Vorderseite nach unten. Zeichen? Nein, ach was, kein Zeichen.

Do you see

Wieder draußen, strebe ich meine übliche Wasserstelle an, das B&G, was denn sonst. Kaum betrete ich den Laden höre ich die Coverversion eines weiteren Popschätzchens, wieder von derselben Person gesungen, von einer Frau, die ein wenig klingt wie Alice Phoebe Lou (sanft und hell und klar), es aber garantiert nicht ist. Es ist eine Art freundlicher Muzak, hörbar, aber irgendwie zu süßlich, zu glatt geschliffen. In allen drei Läden?!? Die haben wirklich entweder einen einheitlichen Radiosender laufen („Antenne KTV“?) oder alle einen Narren an derselben CD gefressen. Nun ja, immerhin stört die Musik nicht. Sie gibt einem nichts, aber sie nimmt einem auch nichts. Mehr kann man nicht verlangen.
Ich bestelle wie immer, meine Lieblingsschokotorte und einen Chai. Die ganze Woche schon hab ich mich drauf gefreut. Auch auf das Ausbreiten der Polaroids. Immer wieder andere, immer wieder schön.
Through the curtains Ich sitze und schreibe und fühle mich wohl. Draußen ist Winter, aber das Licht ist besonders, die Sonne scheint und die Menschen scheinen entspannt und freundlich. Kein Wunder, ist der Februar doch auch schon zur Hälfte um!

Es läuft eine unglaublich verlangsamte Version von „Fast car“ und mitten in eine Musikpause hinein krächzen draußen zwei Krähen, die lassen mich grinsen, weil es sich anhört, als hätten sie das genau abgepaßt. Ein Typ kommt rein und bestellt sein Essen „zum hierbleiben“. Der Tee ist köstlich, der Kuchen auch. Aber ich schaffe es nicht, ihn aufzuessen und lasse ihn mir einpacken. Wer macht den eigentlich? frage ich den Menschen hinterm Tresen. „Mein Chef“, sagt er und ich erfahre, das ist der Sohn des Musiklehrers meiner Tochter. Was ist die Welt doch klein! Wir unterhalten uns ne ganze Weile, über den aufgegebenen Buchladen (was wir beide sehr bedauern), über das kleine Kino nebenan, das früher in einer alten Villa untergebracht war und 30 Plätze hatte, „eine Schulklasse drin und das Ding war voll“, und über die KTV. „Wir passen hier alle so ein bißchen aufeinander auf“, sagt er, „wir unterstützen einander, damit wir nicht untergehen.“ Das gefällt mir. Mein Kuchenrest ist mittlerweile in Alu eingewickelt. Wunderbar, dann kann ich morgen noch davon essen. „Wie hält der nur ohne Ei?“ frage ich. „Die Antwort ist unromantisch“, antwortet er, „mehr Fett!“ – „Mach mich nicht fertig,“ lache ich…aber dann denke ich: na und? Was erwartet man denn? Kalorienarmen Kuchen? Unsinn. Immerhin habe ich für das Stück heute mein Mittagessen stark verkleinert. (Und das Stück dennoch nur halb geschafft.)

Gut gelaunt verlasse ich den Laden. Um die Ecke ein Plakat. Kat Frankie Poster
Ach ja, die Frau hatte ich fast vergessen. Dabei sieht sie nicht nur interessant aus, sie macht zuweilen auch besondere Songs und dieses Video ist wirklich total gelungen, finde ich.

Etwas weiter hängt noch ein Plakat und ich muß lachen, weil mir dazu Ernst Jandl einfällt. „Grill-llillillillen zirr-rrr-rrr-rrr-pen…“
Grillen
Und wie ich mich umdrehe, um über den kleinen Platz zu gehen, begegnet mir doch noch ein Hund, eine kleine französische Bulldogge, häßlich und freundlich und ganz in schwarz, wie ich selber.
„Weißt du, daß das Jahr des Hundes heute begonnen hat?“ sage ich zu ihr und halte meine Hand hin, die freudig beschnuppert wird. „Aber das ist dir so scheiß-egal, nicht wahr?“ Seine Besitzer lachen und ich sage: „Das Jahr des Hundes soll ein gutes Jahr werden!“ –„Oh,“ entgegnet der Besitzer des Hundes, „ein Bekannter von uns, ein Vietnamese, sagt im Gegenteil, Hundejahre sind schwierig.“
„Ach was!“ wiegle ich ab, viel zu guter Laune, „das wird sich noch zeigen!“

Advertisements

Elfter Tag im Februar

Schlagwörter

, ,

Order at the Universe London fängt schon wieder an zu quengeln. Laß das doch mal, sage ich, aber es hört nicht auf mich. Also quengle ich auch und zwar nach einer erschwinglichen Unterkunft. Das Schlimme ist, ich will zu viel auf einmal.

  • 1. Nicht zu teuer
  • 2. Nah an einer Tube/Busstation, am besten ganz nah
  • 3. Kultig, keine häßliche Trashabsteige
  • 4. In einer von mir bevorzugten Gegend
  • 5. Nicht endlos und schon gar nicht kompliziert von/nach Heathrow
  • 6. So ruhig wie es in London geht
  • 7. Fenster zum Öffnen

Ich will ja gar nichts übermäßiges, braucht kein Palast zu sein. Palace
Aber ich will etwas haben, wo das Preis/Leistungsverhältnis wenigstens einigermaßen stimmt.

Google Street View ist die Hölle. Durch all die Straßen zu gehen und zu wissen, all das ist da und es ist einfach nicht mal eben so zu erreichen.
(Was für Luxusprobleme!)

Eine gute Fingerübung für Collagen ist die Resteverwertung. Hier habe ich aus allen möglichen Resten von anderen Collagen und Papier(bastel)arbeiten etwas Neues gemacht.
Reste 1 Ich hab jedes Teil so genommen wie es war und nur sehr wenig beschnitten. Gefiel mir erst gar nicht, aber dann nach einigen Tagen des Liegenlassens hatte es doch seinen Reiz. Noch mehr aber dieses: Reste 2
Alles das, bis auf die seltsame helle 7 in der Mitte, stammt aus den Resten meines bemalten Papiers, das gerade zum absoluten Joy Faktor meiner Arbeit wird. Ich liebe dieses Papier. Es sind Hochglanzpapierseiten (aus der „Fräulein“ und der „Interview“- letztere kaufe ich nur wegen des Materials), die ich mit Tinte und Stockmar Aquarellfarben einfärbe.
Mir gefällt bei der Karte die Farbgebung und diese Abstract Art Erscheinung in dem Ganzen, alles ungeplant, denn mein Focus lag nur darauf, wie passen diese Reste zusammen.
Normalerweise reiße ich mehr, als daß ich schneide, hier aber ergaben sich Winkel und Bögen durch das Basteln von (Mini)Umschlägen aus dem gefärbten Papier.

Zeit Auch in meinen anderen “normalen” Collagen beginnen die gefärbten Zeitschriftenseiten immer mehr Raum einzunehmen. Zusätzlich bedrucke ich Papier, wie hier bei dem Vogel in der Mitte oder unten die Lexikonseite auf dem Papier aus einem Sjödén Katalog (immer sehr dankbares Material). Secrets
Bei der Karte oben verbirgt sich auch (nicht sichtbar auf dem Foto) eine neue Technik, die ich sehr mag: der gesamte Mittelstreifen ist oben angetackert und damit klappbar, darunter kann man dann noch kleine Dinge verstecken, ein besonderes Bilddetail, ein Wort.
Die Tackerklammer verbirgt sich in dem Fall unter dem weiß bekritzelten Papier.

Brief an Anne Clark

Schlagwörter

, ,

Liebe Anne,

gestern war ich in dem Film über dein Leben. Ich saß in einem kleinen Kino im Nordosten Deutschlands, (Rostock, falls du es kennst) mit 5 anderen Leuten. Nimm’s nicht persönlich, es war nur ein kleines Programmkino und es war ein frostiger Sonntagabend, an dem man nicht mehr so gern vor die Tür geht.
Das Kino ist in einem alten Hörsaal und dort ergibt sich witzigerweise eine kleine Nische mit zwei Sitzen und da saß ich und fühlte mich quasi mit dir alleine.
Das war intensiv und gut und ich mußte lächeln, als ich dich sagen hörte, wie sehr du dich immer mit Deutschland verbunden gefühlt hast, mit all unseren Dichtern, aber auch der Landschaft, wie das für dich wie nach Hause kommen ist.
Wir könnten ja tauschen, denn ich liebe England und fühlte mich jahrelang eher dort Zuhause. Aber eigentlich nun nicht mehr. Aber das ist eine andere Geschichte.
Und ich verstehe dich sogar: London ist schrecklich, nicht wahr? Was macht diese Stadt nur mit uns? Lieben wir sie nicht dennoch? Brauchen wir nicht dennoch ihre Magie?
All deine intensiven, zeitlos schönen, unter die Haut gehenden Texte, sie wären doch niemals geboren worden ohne Croydon, London, deinem Gefühl, daß alles brennt und juckt und zu viel ist. Escape, escape, escape, dein einziger Gedanke. So wie meiner.
In den 80ern hätte ich dich für verrückt erklärt, wie kann man London als Heimat haben und von dort wegwollen? Aber natürlich verstehe ich gut, was es bedeutet, seine Heimat woanders zu haben, wo man nicht ist.
Auch deine Musik habe ich in den 80ern nicht verstanden. Zu elektronisch, das war gar nicht meines und dann das „Thatcher-Englisch“ zu den harten Beats. Ehrlich gesagt, bis auf „Sleeper in metropolis“ und „Counter Act“ fand ich alles doof.
Ich erinnere mich, wie damals mein Freund sagte: „Wein, Zigarette und Anne Clark und sich dann in aller Seelenruhe die Pulsadern öffnen…“. Da war ich 19 und ich zog die Augenbraun hoch und wandte mich wieder meinen wirklichen Heldinnen zu: Kate Bush, Liz Fraser und Sade.
Dann aber stieß ich eines Tages, als ich unbedingt eine neue CD kaufen wollte, auf deine „The law is an anagram of wealth“ und dachte begeistert: ja, ist es wirklich! Und was ich da hörte, war so wundervoll, so poetisch und schön. Da „hattest“ du mich.
Und weil ich so begeistert war, kaufte ich auch noch „Unstill life“ und ich weiß nicht, wie oft ich „Nida“ gehört habe. Wenn ich die lyrics dazu heute lese, läuft es mir eiskalt den Rücken runter. Sie sind so aktuell wie damals, wird alles das, was falsch ist an dieser Gesellschaft denn nie aufhören?
Und niemand kann das so gut formulieren wie du. Jedes Wort trifft es genau.
Anne Clark
Du hast mich auch gestern wieder beeindruckt mit deiner Klugheit, deiner Weisheit, deiner Tiefe.
Aber auch mit deiner Verletzbarkeit. Da warst du nun. Auf der Kinoleinwand, direkt vor mir und ich liebte alle deine Songs, die alten und die neuen. Und dich auch. Sowieso. Mach weiter, bleib wie du bist, walk out into tomorrow.

X, FM

Dritter Tag im Februar

Schlagwörter

, , , , ,

Afternoon Dieses Motto traf gestern voll zu. Zufällig ergab sich für mich eine Berlintour, so früh im Jahr hab ich noch nie „anberlint“, aber trotz eisigen Windes war es wunderbar. Die Sonne schien (zunächst), die Leute waren freundlich, in der S-Bahn lächelt mich eine Frau strahlend an, jemand spielte Flöte, im Fahrstuhl machten mir die Leute die Tür noch mal auf, ich machte eine Bemerkung, alle lachten freundlich und wir wünschten uns allen ein schönes Wochenende.

Ich hielt meine „Bummeleien“ klein und überschaubar, aus Zeit- und Kraftmangel, aber vielleicht hat das gerade seinen Reiz. Kurz zuvor war ein neuer Wintermantel eingetroffen mit der Post, den konnte ich direkt mal härtetesten: Wollwalk, ja, wenn nicht gerade fette Minustemperaturen sind, alles super. Sehr bequem jedenfalls. Und winddicht. Nur die rechte Außentasche, die fehlt und die vermisse ich. Ich vergrabe meine Hände gerne in Taschen und habe immer zig Dinge, die ich hinein stopfe.

Ich machte mal wieder tausend Fotos (was denn auch sonst?) und ließ alles eine Inspiration sein: Poster, Sticker, Hinterhöfe, die kleinen und großen Absurditäten einer Stadt, die immer wieder Neues dem Auge zu sehen gibt. Hinterhof
Ha! Hier finde ich im Altpapier doch tatsächlich mal eine Zeitschrift, nix dran, eine spanische „Esquire“ („Man at his best“), nicht das beste Material, aber eine Collagenkünstlerin kann ALLES gebrauchen.

Sowieso nich

Überall Hinweise auf den Anne Clark Film (bin sicher, der wird wunderbar sein) und meine Frage: Wann gucke ich den? Am liebsten bald. Lichtblick

Porträt 3 Ich finde immer wieder die Porträt-Plakate vom Dock 11 inspirierend. Porträt 1
Auch und vor allem in “verschönerter” Form.
Porträt 2 Berlin bedeutet für mich auch immer Galerie. Umsonst und draußen. Bunch

Godot Das Godot im Winter, kahl berankt und mit seiner Kerzenlicht-Dämmerung, Wärme und köstlichen Heißen Schokolade umso mehr “the place to be for me”. Nachteil (in allen modernen Cafés): Das überlaute Ausschlagen der Siebe von Kaffee- und Espressomaschinen. Schrecklich. Ich hasse dieses Geräusch, das man früher nie in Cafés zu hören bekam. (Keine Ahnung, ob der Kaffee dann schlechter war.) Aber meine Kopfhörer schaffen mir ein kleines Zimmerchen für mich alleine und ich widme mich den geliebten Tätigkeiten: Postkarten (gekauft und gratis) sortieren, schreiben und frankieren, Zeitschriften durchblättern (neben der schon erwähnten Esquire, fand ich eine preisreduzierte „Juxtapoz“ (noch nie zuvor gehört) im Comixladen,der sowieso immer gut für Überraschungen ist) und einen wässrigen Mund kriegen vor Vorfreude auf Collagen und weitere Verarbeitungen. Tisch im Godot
Schreiben. Blicke nach draußen. Viele Menschen sind schön angezogen jetzt, ich mag all die (Faux)Fellkrägen, die Mützen, Kappen, Kapuzen, die Schals und Tücher, die hohen Stiefel, die Handschuhe. Und alles in meinen Farben: anthrazit, grau, blaugrau, beige, reh, hasel, kiesel, eierschale, marine.
Die Hündin, deren Besitzer das „Godot“ zum zweiten Wohnzimmer erkoren hat, kommt angeschnüffelt, läßt sich von mir tätscheln („Du bist die Beste, nicht wahr, ja, die allerbeste…ja, Mäuschen, genau…“) und ruht dann unweit von mir, was meine Nische noch kuscheliger macht.
Ach, Wohlbehagen…
It's good to have a GOD DOG nearby Nachdem ich ausgeruht und aufgewärmt bin, stelle ich mich wieder dem Winterwind draußen und steuere die “Buchbox” an. Jetzt wo sie neu gemacht wurde, kann man dort so herrlich in Bücher reinlesen. Anne Frank Grafic Novel
Das hier gefiel mir sofort: Anne Franks Tagebuch als Grafic Novel. Ich kaufte es und bin restlos begeistert. So liebevoll jedes Detail, so gut nachvollziehbar, ihre Emotionen, Ängste, Sorgen, aber auch kleine Glücksmomente.

Auf dem Weg zum „Sonntag“ kam ich im „Goodshaus“ vorbei. Dort wollte ich eigentlich gar nicht rein, aber wie beinah jede Frau kann auch ich leicht mit vier Buchstaben geködert werden: SALE (@Etoile: Natürlich nicht im Französischen ;)).
Selbstverständlich brauche ich nichts. Eigentlich. Aber immermal wollte ich ein „Frankie“ Magazin lesen, das war mir aber bisher zu teuer. Bin ich denn blöde? In Australien kostet es 10.50 AUD und hier nehmen sie 17 Euro dafür? Also echt. Aber nun ist es um 50% reduziert und rückt damit wenigstens etwas an den Umrechnungspreis heran. Gut die kleine Marseillerseife ist so nett verpackt, die nehm ich auch noch, sowas läßt sich immer mal gut verschenken. Aber nun…doch halt…mooooment mal. Was ich wirklich brauche ist eine neue kleine Teekanne. Ich habe beide zerdeppert in den letzten 2 Jahren und vermisse nun eine, die einen halben Liter faßt und mir gut gefällt. Und das tut sie. 78 Euro hätte ich dafür niemals bezahlt, aber die Hälfte? Ja, doch, das war so der Preis auf den ich mich ohnehin mit mir geeinigt hatte. Also die kommt auch noch mit.
Oh Gott, gut, daß ich Hacki dabei habe. Sonst wäre ich jetzt zum Packeselchen mutiert.
An der Kasse wird mir dann noch die kleine Seife dreingegeben, life is sweet. Die Verkäuferin im Goodshaus auch, wir sind uns eh sympathisch, sie kennt mich schon.

Nun aber schnell in den „Sonntag“, der leider proppenvoll ist. Kein Platz. Jut, dann gehe ich ins Raucherzimmer. Egal.
Sonntag im August
Im Hintergrund läuft „Walking on the moon“. Die erste Single, die ich mir selber gekauft habe. Für 5 Mark bei „Horten“.
Walking back from YOUR house
Walking on the moon,
Feet they hardly touch the ground
Walking on the moon
My feet don’t hardly make no sound
Walking on, walking on the moon
Feet they hardly touch the ground
Walking on the moon
My feet don’t hardly make no sound
Walking on, walking on the moon
Vor mir zwei Franzosen, deren Tisch eine interessante Gläserauswahl bietet: Sektflöten, Espressotassen, Wassergläser, Whiskeygläser. Der eine raucht ultradünne Zigaretten, eine nach der anderen, der Schwall französischer Brocken, den die beiden zum besten geben, gefällt mir. Ich verstehe (fast) nix und kann meinen eigenen Gedanken nachhängen.

Apfelsaft, Lieblingsburger, Einkäufe sortieren, umpacken, “Frankie” durchblättern (Mischung aus Kinfolk und Flow würde ich sagen). Es ist die Ausgabe von Januar 2016, also alles voll mit Sommerbildern. Antipoden. Die Welt ist weit.
Frankie Und überall sind kleine Fotomotive. Shabby chic
Ich lehne mich zurück, bespreche mein Dicki, sehe die Leute draußen vorbei laufen, fühle mich pudelwohl, schaffe den Burger gar nicht, aber diese Feigen mit Ziegenkäse darin! Ahhhh.
Sortiere mein Gratismaterial, freue mich über das „Yorcker“ Kinoprogramm, das hatte ich ewig nicht mehr und früher immer. Kino ist für mich ein neues, geliebtes Vergnügen. Neulich waren D. und ich in „The darkest hour“ und es war umwerfend gut.
Überhaupt war ich im Januar 3 mal und immer in völlig unterschiedlichen Filmen, jeder auf seine Weise gut. Beim zweiten waren wir zu neunt. Also ich und 8 weitere Besucher. So macht es Spaß. Aber wie schafft das kleine Kino es nur, zu existieren? Hoffentlich macht es nicht auch noch schlapp, wie neulich schon mein Lieblingsbuchladen in Rostock.

Ach ja und das ist sie nun: Meine neue Teekanne. Ist eigentlich natürlich ne Kaffeekanne, aber da muß man sich von freimachen. Hauptsache schön und tropft nicht.
Die Neue

Fünfundzwanzigster Tag im Januar

Schlagwörter

, , ,

So, den Murakami habe ich jetzt zu 70% gelesen (so was schreiben auch nur Kindle-Leser ;)) und ich bin sehr geteilt. Um jetzt mal keine Spoiler zu verwenden, die Story ist seltsam-gruselig, aber sie hat keine wirklich tragende Mystik. Irgendwie sind mir die Hauptpersonen zu kalt, glatt und unrealistisch und das Umfeld zu eng (alles spielt mehr oder weniger nur in ein und demselben Haus). Die Geschichte funktioniert (noch?) nicht richtig, man ist zwar gespannt auf das Ende, aber irgendwie ist es kein Lesevergnügen und mich persönlich erreicht das Buch überhaupt nicht und ich ertappe mich bei dem Gedanken, daß ich froh bin, wenn ich es durch habe.
Aber mal sehen, vielleicht kommt ja noch etwas ganz Besonderes zum Schluß. Bisher würde ich sagen: eher eine Enttäuschung.

Ganz erstaunt hat mich hingegen mein Wettertagebuch, das ich gestern zum ersten Mal gelesen habe. Bisher habe ich darin immer nur geschrieben (seit Herbst-Tag-und Nacht-Gleiche 2017). Täglich, was mir nicht schwer fiel. Es ist eben einfach nur das Wetter und erfordert keine Anstrengung. Meistens schreibe ich abends oder momentan auch sobald es dunkel wird. Kommt dann am Abend noch was Besonders (Sturm, Regen, Gewitter, Schneefall) ergänze ich am frühen Morgen das Geschriebene. Ich dachte gestern: eigentlich ist es langweilig, oder? Aber als ich es las, merkte ich: Gar nicht. Erstmal fand ich es unglaublich beruhigend. Es ist zwar nur das Wetter, aber auch voller Beobachtungen von Flora und Fauna des Gartens, kleinen Details wie Wolkenformationen, Himmelsfarben, Vogelbeobachtungen, Laubfall, Blühendes oder Verwelktes.
Sicher jetzt im Winter sind die Eintragungen knapper, aber dennoch gibt es immer irgendwas zu erwähnen, kurze Sonnensequenzen, ungewöhnliche Wärme (gestern waren hier 12°, abends, nach 22 Uhr!!!), Schneefall, Sturm, seltene Vogelgäste und die ewige Suche nach dem Schuldigen, der immer nachts die Meisenknödel abfrißt.
Richtig spannend wird ja dann der Frühling und all die Aufzeichnungen über das, was kommt, was grünt, wie sich alles verwandelt. Bis dahin aber sind es noch ein paar Wochen.
Daß wir den Januar schon fast geschafft haben, finde ich unglaublich. Das ging so fix und war wirklich nicht schlimm. Und vorgestern habe ich sogar versäumt, meinem Kind rechtzeitig was zu essen zu machen, weil es noch so hell war und ich dachte, es kann doch noch nicht halb 5 sein.

I take care of myself Papier bemalen ist momentan das, was ich am liebsten mache. Diese weißen Flecken sind so interessant. Sie klappen nicht immer, aber sie sind ein seltsamer Prozess, den ich zufällig entdeckt habe. Ich verwende verschiedene Tinten (Sennelier, Winsor & Newton, Rohrer &Klingner) und Stockmar Aquarellfarben auf glattem Zeitschriftenpapier und nach Auftragen der Farbe bespritze ich das Papier mit etwas Wasser. Kurz antrocknen lassen und dann mit einem dicken Pinsel sanft drüberstreichen und an einigen Stellen ergeben sich dann diese Flecken. Genial. So wurde aus einer öden Modeseite ein geheimnisvolles Bild, s.o..

Hier aber mal ein Beispiel für eine Karte, die ich für mißlungen halte. Postcard The End
Falls jemand sie möchte, gerne melden. Vielleicht bin ich ja mit dem Viech ja zu streng.

 

Zweiundzwanzigster Tag im Januar

Schlagwörter

, ,

Erstaunlich, da gehe ich doch mit meinem Frage-und-Antwort-Buch schon ins vierte Jahr.
Question & Answers Es macht auch immer noch Spaß und ist zumindestens teilweise sehr interessant, auch wenn ich viele Fragen immer gleich beantworten muß. Einige Fragen habe ich auch geändert. Wie z.B. wann ich das letzte Mal mit meinen Eltern gesprochen habe. Als Vollwaise ist diese Frage wohl etwas langweilig über die Jahre. Geht ins vierte Jahr
Besonders spannend sind natürlich über die Jahre hinweg Fragen nach Befindlichkeiten, Träumen, Tagesabläufen etc., z.B. die „What was peaceful about today?“
Meine Antworten:
2015 Eintopf kochen in der warmen, wohlriechenden Küche
2016 Eigentlich alles, heute war es richtig nett, schöne Sonne, ruhig, D. weiterhin krankgeschrieben, aber wohlauf
2017 Die Stille hier, der Schnee, das Wetter, Mittagsschlaf
2018 Innen sein, während es draußen heftig schneit, Lesezeit, Kerzenlicht, das Rotkehlchen sehen

Immer dieser Papierkram Immer dieser Papierkram. Leider zu wahr. Und leider auch schön. In Wirklichkeit bin ich total vernarrt in den Krempel. Kramkiste
Damit ich bei Kräften bleibe (höhö), schicken mir Freundinnen zuweilen Schokolade. Wie Marike in ihrem letzten lieben Päckchen. Kunst und Schokolade, gehört das nicht überhaupt irgendwie zusammen? Nicht? Aber Schokolade und Papier, die gehören zusammen. Nicht wahr? Na also…
Enjoy nice papers

Anonsten habe ich mit dem neuen Murakami angefangen und wie immer ist der Protagonist derselbe Typ, den Murakami immer nimmt (Ende 30, unkomplizierte Lebensumstände, keine Kinder, Mittelstand, keine oder keine enge Beziehung, Jazz und/oder Klassikliebhaber, ein freundlicher Langeweiler wie eine weiße Leinwand) und wie immer geschieht diesem Typen etwas sehr sehr Seltsames. Nach 2,3 Seiten hängt man schon an der Angel und fragt sich: Hmmm, was wird geschehen?
Ich werde berichten.
Daß Band 2 erst im April auf Deutsch erscheinen wird, ist natürlich nicht so ganz günstig, aber nun ja.

 

Achtzehnter Tag im Januar

Schlagwörter

, ,

Nun ist alles in weiß gehüllt, zum ersten Mal in diesem Jahr, ja sogar in diesem Winter.
Schneefall Schon 1 ½ Stunden nach dem es anfing zu schneien, sah es so aus. 1,5 h nachdem es begann zu schneien
Da ich nirgendwohin muß, stört es mich nicht. Aber Schnee hat nicht mehr den Charme der Kindheit, wenn man weiß, wie unangenehm er sein kann. Nun gut, es ist Mitte Januar und da ist Schnee ja wohl normal. Und natürlich ist gerade auf dem Land das unberührte Weiß sehr schön.
Vielleicht finden wir nun auch mal raus, wer immer über Nacht die Meisenknödel vom Baum frißt. Seine Spuren werden den Täter verraten. D. hat Rehe im Verdacht. Daß nachts Rehe in unseren Garten kommen, finde ich schön. Mal sehen, ob wir Hufspuren finden. (Falls es nun nicht wärmer wird, anfängt zu regnen und alles auftaut.)

Ansonsten bin ich in Warteschleife. Ich warte auf den neuen Murakami (22.1.) und auf den Churchill-Film (ab 25.1., eigentlich schon ab heute, aber im falschen Kino).
Den neuen Murakami werden Frau Zeilensprung und ich wieder gemeinsam lesen. Kindle oder Buch? Das (Luxus-)Problem stellt sich mir gerade. Eigentlich hätte ich es gerne als Buch, aber Kindle liest sich so viel leichter. Doch immer, wenn ich ein Buch auf Kindle habe, habe ich nicht das Gefühl, es zu besitzen. Und der Preisunterschied beträgt lächerliche 5 Euro. Ein unverschämter Preis für virtuellen Text ohne jeden tatsächlichen Gegenwert, finde ich. Und ein Buch!!! Ach ja, ein schönes, neues, wohlriechendes, gebundenes Buch, das hat doch immer so was.

Den Churchillfilm habe ich neulich als Trailer gesehen im Kino und wußte sofort: Das wird wunderbar.
Überhaupt ist Kino gerade beglückend. Nach so langer Abstinenz, gehe ich jetzt andauernd. Das Jahr hat kaum begonnen und ich war schon in zwei Filmen. „Die Flügel der Menschen“ ist ein feiner Film, besonders, berührend, traurig und mir endlich erklärend, warum mich weiße Pferde „verfolgen“.

Überhaupt sind meine Ausflüge nach Rostock in die KTV zu einem richtigen Ritual geworden. Und dann diese Torten!
Mandeltorte Ja, sie war so lecker wie sie aussieht.

In manchen Läden bekommt man sogar lebenslangen Frieden umsonst dazu. (Oder um 30% reduziertes Gedöns.)Lifetime peace

Rote Tulpen
Dazu noch einen Hauch von Frühling.

In meiner e-mail-box:
Yesterday morning we set out at 7am armed with 1,500 copies of our book, I’ve Lived in East London for 86 ½ Years, and handed them out to commuters on their way into work. In true ‚Blue Monday‘ style, it was pouring with rain but we found shelter near the station exits and the book soon proved very popular – all copies were gone in under two hours.

Thank you to our volunteers who set their alarms at 5am to come and help – we couldn’t have done it without you – and thank you to everyone who passed through Old Street, King’s Cross, Farringdon and Shoreditch High Street and picked up a book. We hope it brought some cheer to your Monday.

Wundervoll, ich liebe dieses kleine Buch und finde den Gedanken so wundervoll, daß die Ausgaben des Buches, die einen kleinen Fehler hatten, nicht eingestampft, sondern verschenkt wurden.
Ich wollte Geoff dazu überreden, davon ein Video zu drehen, er war dafür auch offen, aber ich denke, er hat es nicht geschafft denn gesehen habe ich bis dato dazu nix.

 

Sechzehnter Tag im Januar

Schlagwörter

,

I should not have read the papers today…denn ungläubig starrte ich heute Morgen auf die Todesnachricht von Dolores O’ Riordan. Nein, die Cranberries sind nicht meine Musik, aber diese Stimme! Die Welt hat eine der schönsten Stimmen verloren. Und irgendwie…- ach nein- 46 ist kein Alter zum Sterben! Und ich stelle mir London vor, in dem üblichen Gewusel und dann ein Hotel und dann die Presse und was mag nur passiert sein?
Das Seltsame daran: Noch vor wenigen Wochen, überlegte ich, wer wohl als nächstes stirbt von bekannten Persönlichkeiten, bei der/dem ich denken werde: Ach nee, das ist aber jetzt wirklich schade. Also jetzt nicht „derundder starb mit 88 Jahren…“, sondern jemand, bei dem man wie vom Donner gerührt ist. (Das ging mir so mit Nora Ephron und Philipp Seymour Hoffman.) Das kam jetzt schneller als erwartet. Und ja, es ist schade.
Seitdem laufe ich mit dieser zauberhaften Stimme rum in my head, in my head, in my head…

Ok, kommen wir zu anderen Dingen.
Ich nutze die ereignislosen Wintertage für die üblichen Arbeiten, z.b. dem Bemalen von Papier.
Painted paper Das gefällt mir wirklich ganz gut. Es erweist sich als schlau, besonders dickes, glattes Papier zu verwenden. Die Farben sind Tinte und Aquarell und oft bedrucke ich das Papier noch. Ready to be send
Wie hier mit einer Zeichnung, die S. mir mal vor ein paar Jahren gemacht hat.
Auch die Sticker habe ich mit Aquarellfarben und Tinten bemalt. Geht besser als ich dachte, die Nässe schadet dem Kleber nicht. Trocknen lassen und sie haften wie gewohnt.

Serendipity Heute gelernt: Serendipität gibt es als (deutsches) Wort!? Klingt grauenhaft. Und wieso ist das „pity“ in serendipity? Und wie übersetzt man das? „Glücklicher Zufall“ trifft es wohl am besten.

Auch mit einem alten Foto kann man schöne Dinge anstellen. Zum Beispiel etwas drauf tippen mit der Schreibmaschine, auch hier war das Ergebnis besser als erwartet. Photo painted
Das Ganze ist nur eine Zeile aus einem Gedicht von Claudia Emerson, aber ich finde, es setzt eine ganze Geschichte im Kopf frei.

 

Zwölfter Tag im Januar

Schlagwörter

, ,

Früher waren viele meiner Collagenkarten sehr kleinformatig. Ich arbeite gerne in kleinen Formaten, teilweise auch in winzigen. Aber oftmals habe ich schon gedacht, daß DinA5 eigentlich ideal wäre. Jetzt nach einigen Collagen in dem Format muß ich sagen, das stimmt.
Collage A5 Desire
In einer Broschüre, die in Berlin immer umsonst ausliegt und Hinweise gibt auf Shops in trendigen Stadtteilen, ist auch immer ein Modeteil, mit teilweise ungewöhnlichen Modebildern. Hier habe ich eines in den Mittelpunkt gestellt.
Als ich das „Desire“ dazu fand, wußte ich: Das isses. Ich hatte sofort das Gefühl, jetzt stimmt’s. Der Rest war dann nur noch Kleinkram.
Witzig aber fand ich, daß das Bild, als ich es bei Flickr einstellte, sofort 3 Favoriten bekam. Sonst ist es bei mir eher ruhig, aber Menschen haben ein gutes Gespür dafür, wenn eine Collage stimmt, auch wenn man eigentlich nie sagen kann, warum.

Noch ein besonderer Filmtip, ein sehr kurzer Film, aber mit sehr schönen Winterbildern: Winter’s watch.

 

Siebter Tag im Januar

Schlagwörter

Was raschelt und knabbert in unserem Häuschen?
Fraktion M oder Fraktion R?
Das ist immer die Frage und man hofft immer auf M…. Doch Schock! Köttel auf der Kellertreppe besagen: Es ist Fraktion R!
Sofort wird die „The Cat“-Falle mit Nougatcreme beschmiert aufgestellt und glücklicherweise ist zwischen uns und dem Keller (in dem ich noch nie war!) eine feste Tür.
Allerdings traute D. dem Frieden nicht so ganz und fing an den kleinen Kellervorraum aufzuräumen. Nachdem er von den dortigen Haken ca. 25 Tiefkühleinkaufsbeutel und Tragetaschen abgenommen hatte, kam folgende Papiertüte zum Vorschein.
Hell Sein Ächzen und Schnaufen ging in schallendes Lachen über. „Das mußt du sehen!“ Ja mußte ich und gleich mitlachen und fotografieren. Wie passend für diesen Ort. Die Tüte hängt sicher schon seit über 10 Jahren dort, nur haben wir sie total vergessen. Nun ist der Vorraum aufgeräumt und wir können uns beruhigen, es gibt kein Schlupfloch vom Keller zum eigentlichen Haus. Also sind es möglicherweise doch nur Mäuse im Zwischenboden, was bei einem alten Haus von Oktober bis März einfach eine Sache ist, an die man sich gewöhnen muß. Ratten sind natürlich auch da, aber wir hoffen immer, daß sie nicht im Haus sind. Leider hatten wir auch das schon mehrere Male. Damals aber haben wir eine Lücke hinter dem Herd übersehen. Die ist aber nun schon seit Jahren zugemacht und seitdem ist Ruhe.

Ansonsten strahlt die Sonne und es sind herrliche Winterhimmelsfarben und knappe -1°. Lieber kalt und sonnig als lau und grau.

Ich habe mal wieder (vergeblich) meinem Schreibtisch umsortiert und einen ganzen Schwung Postkarten in der dazu gehörigen Kiste verstaut. Da kam mir die Idee, meine Lieblingsexemplare hier mal zu zeigen. Die ersten sind sieben Lieblinge, die Marike mir 2016/2017 geschickt hat. 7 Lieblingskarten von Marike
Die zweiten sind sieben Lieblinge, die Anja mir zukommen ließ.
7 Lieblingskarten von Anja
Ich liebe es Postkarten zu bekommen. Und zu verschicken.
Im Laufe der Jahre kommt ganz schön was zusammen.